Tchocolatl - Göttertrunk der Azteken
|
Vom Ursprung des Kakaos - Aus den Tropen nach Europa Die Geschichte des Kakaos beginnt in einem äquatorialen Land, das sehr viel später erst den Namen „Amerika" erhalten sollte. Von Hieroglyphen auf Tonkrügen und Kleidern wissen wir, dass zu jener Zeit auch das Volk der Mayas den Kakaobaum kannte und als „Geschenk der Götter" verehrte. | |
|
Im Jahre 1512, auf seiner vierten Reise nach „Westindien", landete Christoph Columbus an der Küste vor Honduras. Hier wollte er mit den „Eingeborenen von Guanaja" Handel treiben. Neben Kupfer, Stoffen und Holzwaffen reichte man dem Fremden dunkle Bohnen. Columbus jedoch zeigte ob des bitteren Geschmacks kein sonderliches Interesse. Auch der Trunk, der ihm daraus bereitet wurde, wollte ihm nicht recht munden. Den Wert des „braunen Goldes" zu erkennen, war ein paar Jahre später Hernando Cortez vorbehalten. Sieben Jahre nach Columbus landete er mit der spanischen Armada an der Küste von Tabasco. Montezuma, Herrscher über das Aztekenreich, sah in ihm die Inkarnation des Gottes Quetzalcóatl. Arglos überhäufte er den Fremden mit den Schätzen seiner Insel - dazu zählten unter anderem 25.000 Zentner Kakaobohnen. Cortez ahnte wohl schon, dass er etwas ungeheuer Wertvolles geschenkt bekommen hatte - und behielt Recht: Die Kunde vom „braunen Gold der Azteken" verbreitete sich rasch in den Kolonien und erreichte bald darauf die alte Welt. Bereits im 17. Jahrhundert kannte man den Kakao in ganz Europa. Zunächst wurde er fast ausschließlich als Medizin verwendet. Seine kulinarischen Qualitäten empfanden die Europäer bis dahin noch als „wenig erquicklich". Dies änderte sich indessen von einem auf den anderen Tag, als man erstmals ein Kakaogetränk mit Rohrzucker süßte. Fortan war der Triumphzug des Kakao als Genussmittel nicht mehr aufzuhalten. | |
