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Bürgermeisterin will Coppeneur in Bad Honnef halten

2012-02-03 08:21

03.02.2012 General Anzeiger

Sie hoffe auf eine Lösung, die aber nur die Grundstücksgesellschaft
fällen könne; neue Gespräche habe sie angestoßen. Kreis-
Wirtschaftsförderer Hermann Tengler hingegen kritisierte die "zu
zögerliche Haltung der Stadt bei der Suche nach einer Lösung für den
Verbleib dieses Unternehmens in Bad Honnef. Damit setzt sie aufs
Spiel, ein erfolgreiches Unternehmen und 100 Arbeitsplätze zu
verlieren."
Die Confiserie Coppeneur hat ihren Sitz seit 1999 in Honnef-Süd und
weitere Flächen in Rheinbreitbach. Die Firma plant wie berichtet, am
Dachsberg eine deutlich größere Produktion zu errichten. Zusätzlich soll
ein Besucherzentrum entstehen, von dem sich Inhaber Oliver
Coppeneur auch touristische Effekte verspricht.
Vermarkterin des Gewerbeparks Dachsberg ist die
Grundstücksgesellschaft Bad Honnef mbH, an der neben der
Mehrheitsgesellschafterin Stadt die örtlichen Kreditinstitute beteiligt
sind. Coppeneur bot für ein Grundstück, für das mittlerweile auch ein
Autohof örtlicher Investoren in Rede steht. "Handelseinig" sei man
bislang nicht, so Coppeneur, Kontakte lägen brach.
An anderen Offerten für die Firma, die nach GA-Informationen laut
Wirtschaftsgutachten jährlich Gewerbesteuer in sechsstelliger Höhe
generiert, mangelt es nicht. So liegt Coppeneur ein weit günstigeres
Angebot der Grafschaft vor. Dem Vernehmen nach macht man sich in
Mainz von höchster Stelle für den Umzug stark. Es müsse in Honnef
intensiv nach Lösungen gesucht werden, so am Donnerstag Karl-Heinz
Dißmann (Bürgerblock), Vorsitzender im
Wirtschaftsförderungsausschuss.
Ausgelöst durch GA-Berichterstattung und -Diskussion teilten gestern
die Fraktionschefs der Allianz, Sebastian Wolff (CDU), Rainer Quink
(FDP) und Michael Oswald (Grüne), mit: "Wir erwarten den vollen
Einsatz der Bürgermeisterin und der städtischen
Grundstücksgesellschaft für einen tragfähigen Kompromiss, um der
Confiserie Coppeneur eine Ansiedlung am Dachsberg zu ermöglichen
und damit diese wichtige Firma in Bad Honnef zu halten." Es gelte, "alle
Möglichkeiten auszuschöpfen", so Martina Ihrig, FDPVizefraktionschefin.

Oswald und Quink: "Die Firma ist als Arbeitgeber,
Gewerbesteuerzahler und als Aushängeschild für die Stadt von enormer
Bedeutung"; ein Umzug "innerorts" an die A 3 wäre auch für sie von
Vorteil. Man wolle versuchen, Kompromisse auszuloten. Wolff: "Wir
haben die Bürgermeisterin gebeten, das Thema auf die Tagesordnung
der nächsten Fraktionsvorsitzendenrunde zu nehmen und dazu den
Kreiswirtschaftsförderer einzuladen."

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