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Stadt will versuchen, Coppeneur zu halten

2012-02-08 08:25

08.02.2012 - Genereal Anzeiger

Die Bürgermeisterin nahm am Mittwoch nach einer Sitzung mit den
Ratsfraktionsvorsitzenden zur Sache Stellung. Sie wies Eindrücke
zurück, hier werde zögerlich oder gar hinderlich agiert. Die andere
Seite, namentlich Firmeninhaber Oliver Coppeneur, kann sich "unter
den Vorzeichen noch nicht vorstellen", dass das Unternehmen
dauerhaft in Honnef bleibt.
Zugleich tut sich konkret etwas am Dachsberg, der seit zwei Jahren auf
Ansiedlung wartet: Wie Bauunternehmer Uwe Westhoven dem GA auf
Anfrage bestätigte, wird in Kürze eine Tankstelle gebaut. Erweiterung
nicht ausgeschlossen.

günstigere Offerten aus Rheinland-Pfalz vor, so aus der Grafschaft.
Während dort ein Quadratmeterpreis von unter 20 Euro fällig würde,
kalkuliert die Grundstücksgesellschaft Bad Honnef mbH 69 Euro. "Mit
Rheinland-Pfalz können wir nicht konkurrieren", so Feiden, das sei "ein
Stück Kannibalismus".
Die GmbH, beteiligt sind die Mehrheitsgesellschafterin Stadt und die
örtlichen Banken, vermarktet das Gebiet. Coppeneur bot 44 Euro.
Feiden betonte nach der Beratung am Dienstag, an der auf Bitte der
Allianz Kreis-Wirtschaftsförderer Hermann Tengler teilnahm, es sei
Konsens von Politik, Verwaltung und Grundstücksgesellschaft mbH,
dass man "alles tun wird, um Coppeneur eine Ansiedlung zu
ermöglichen".
Immerhin hätte eine solche auch "positive Sogwirkung" für das Gebiet.
Feiden: "Das müssen wir uns auch etwas kosten lassen." Seit
Dezember sei man mit Coppeneur, der Erweiterungspläne in den
Vorjahren aufgeschoben und nun neu angestoßen habe, wieder im
Gespräch. Hilfe bei der Lösungssuche gebe es von Kommunalaufsicht
und Landrat. Immerhin befindet sich die Stadt Bad Honnef im
Nothaushalt.
Oliver Coppeneur kritisierte mehrfach, die Gespräche seien zu
schleppend. Das Kern-Problem ist unterdes aber ein anderes: Er sei
"fassungslos", dass das Grundstück am Kreisel zwischenzeitlich nicht
mehr frei sei, so Coppeneur. Örtliche Investoren, die Unternehmen
Schiffer aus Königswinter und Hupperich & Westhoven aus Honnef,
hatten - vor der Neuaufnahme der Gespräche mit Coppeneur, so Feiden
- Nägel mit Köpfen gemacht und haben nun ein Grundstück erworben.
Auf mögliche Erweiterungsflächen besteht eine Option bis Ende 2012.
Seitens der Unternehmer ein berechtigtes Vorgehen, betont auch
Coppeneur. Aber: Sein Wunsch-Grundstück sei damit weg. Wally
Feiden hofft dennoch, dass ein Kompromiss für andere Flächen möglich
sei. Beide Investoren seien wichtig. Coppeneur gestern: "Ich will nicht
aus einer Verärgerung heraus entscheiden. Ich müsste in jedem Fall
abwarten, was da hinkommt."

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